Heute aber braucht mich die Heimat: Greinlinger und die Todesmärsche durchs Sudetenland

27,90 

Verfügbar bei Nachbestellung

Artikelnummer: 9783935102551 Kategorie: Schlagwörter: , , ,

Beschreibung

Wer sich mit der (Vor-)geschichte beider Weltkriege und den damit im Zusammenhang stehenden Volkstumsfragen beschäftigt, den wird es nicht überraschen, dass im Zuge des Russland-Ukraine-Krieges diese Fragen wieder an Bedeutung gewinnen.
Heutige Patrioten gehen nicht achselzuckend oder geschichtsvergessen über die Schicksale der Völker und Volksgruppen hinweg, sondern interessieren sich die Hintergründe der Konflikte, für die jeweils zu respektierenden Standpunkte der einzelnen ethnischen Gruppen und Nationen – und nicht zuletzt für die Geschichte des eigenen Volkes oder die Tragödie der Opfer von Flucht und Vertreibung. 

Dieser wichtigen Frage nimmt sich DS-Autor Peter Wassertheurer in seinem Roman Heute aber braucht mich die Heimat – Greinlinger und die Todesmärsche durchs Sudetenland an. Dabei rückt er das oben angesprochene Thema einfühlsam, berührend und doch zugleich unglaublich faktenreich erneut in unser Bewusstsein. Vor allem aber vermittelt er den Angehörigen jener Generationen, welche die Vertreibung und ihre unfassbaren Verbrechen nicht am eigenen Leib miterleben musste, einen sehr ergreifenden Eindruck vom Vertreibungsschicksal der Sudetendeutschen, wie auch deren Vorgeschichte.

Neben den Sudetendeutschen werden auch die Schrecken der Donauschwaben, der Deutsch-Untersteirer und der Siebenbürger Sachsen beschrieben.

Wir erleben durch die im Roman geschilderte, vielleicht gar nicht so fiktionale Recherchearbeit unserer Hauptfigur Greinlinger die Brutalität, die Entrechtung, vor allem aber das Gefühl des Heimatverlustes hautnah mit. Gleichzeitig wird durch die realitätsnähe Schilderung deutlich, wie schwierig sich die Erinnerungsarbeit für deutsche Heimatvertriebene in der Nachkriegszeit gestaltete und unter welchem politischen Druck sie seit jeher stand und steht.

Dieser opulente Roman, der als Taschenbuch in einem Umfang von 700 Seiten erscheint, eignet sich sowohl für die Angehörigen der Erlebnisgeneration als auch für deren Nachkommen und sogar ganz besonders für die Kinder, Enkel und Urenkel derer, die ihre Heimat einst im deutschen Osten hatten, denn wie sollte diesen das Schicksal ihrer Ahnen besser nahegebracht werden als mit einem lebendig geschriebenen Roman? Somit eignet sich Heute aber braucht mich die Heimat… also auch ganz hervorragend als Weihnachtsgeschenk. Greifen Sie schnell zu, die Auflage könnte rasch vergriffen sein!

Textauszug aus dem Roman:

»Wasser und Seife musste ich mir wie eine billige Hure von den Tschechen erbetteln. Voller Scham denke ich daran zurück, wozu ich für ein Stückchen Seife bereit war. In diesem Lager hatte ich um des nackten Lebens willen alle Skrupel abgelegt. Als Deutsche konnte ich nur noch zwischen einem Leben ohne Würde oder einem qualvollen Tod entscheiden. Die Tschechen haben dafür gesorgt, dass es dazwischen nichts mehr gab, kein Blatt Papier hätte Platz gehabt. Man wünscht sich mehr als nur einmal den Tod, aber man hält trotz aller Erniedrigungen am Leben fest und entscheidet sich für das Weitermachen, auch wenn es nur noch Schmutz und Elend, Mord und Totschlag, Lug und Trug, die Hurerei und die absolute Entmenschlichung anzubieten hat.«

Dr. Peter Wassertheurer, geboren 1964 in Kärnten in Österreich. Nach dem Studium in Graz Lektor für deutsche Sprache in Japan. Danach wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Verband der volksdeutschen Heimatvertriebenen in Wien. Lektorat an der Wirtschaftsuniversität Wien. Autor von Theaterstücken und Erzählungen. Journalistische Tätigkeit und Sachbuchautor.

Der Autor über sein Werk:

»Der Roman soll dazu beitragen, dass die Verbrechen an den volksdeutschen Heimatvertriebenen lebendig bleiben und davor bewahrt werden, aus der Geschichte vertrieben zu werden.«

Zusätzliche Informationen

Autor / Hrsg.

Peter Wassertheurer

Einband

Klebebindung

Genre

Roman

Verlag

Deutsche Stimme

Seiten

700