Schluss mit Lockdown – Wir brauchen eine Exit-Strategie!

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf all die Fragen und Ungereimtheiten eingehen, die uns während der bisherigen Corona-Krise schon begegnet sind. Nur wenige Etappen möchte ich kurz aufgreifen, um meine Forderung nachvollziehbar zu machen.

In den ersten Monaten des Jahres 2020 vor dem Sommer konnte man, wenn man es sehr gut mit der Regierung meinte, noch annehmen, dass sie vor unbekannten Problemen stand, die durchaus komplex und bedrohlich wirken konnten. Nachdem der Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte, dass man für die neue Infektionskrankheit, wie man sie beobachte, gut gerüstet sei und wir uns keine Sorgen machen müssten, schwenkte die Regierung kurz darauf auf den Krisenmodus um. Und da war sie also, unsere Pandemie. Man kann der Regierung wohlwollend zugestehen, dass sie sich erst mal zurechtfinden musste, um sich einen objektiven Überblick zu verschaffen, was es mit Corona auf sich hat und wie groß die Gefahr ist. Dass man sich nur einseitig Expertisen heranzog, ist ein Thema für sich.

Aber schon während des Sommers konnte man stutzig werden, weil man nahezu keine Impulse zur nachhaltigen Eindämmung der Problematik vernehmen konnte. Und spätestens nach dem Sommer musste jedem Beobachter klar sein, dass die Bundesregierung vollkommen versagt hat. Es gibt keine vernünftige Erklärung dafür, warum die Regierung die Sommermonate untätig war und nicht den Hauch eines Plans entwickelt hat. Alles was uns im Herbst/Winter 2020 als Lösung präsentiert wurde, war die neuerliche und härtere Einschränkung von Grundrechten. Man hatte den Eindruck, dass monatelang einfach gar nichts getan wurde, wohlwissend, dass man das öffentliche Leben zum Winter hin wieder runterfahren will.

Auch jetzt hat sich in Sachen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verhältnismäßigkeit nichts gebessert. Viele Maßnahmen wirken unkoordiniert, unverhältnismäßig, deplatziert und überzogen. In Bereichen, in denen nachweislich keine Hotspots waren, wurden Komplettschließungen angeordnet. So beispielsweise in Restaurants und Fitnessstudios. Auch die Schließung der Baumärkte ist kaum nachvollziehbar.

Wie wir nach dem jüngsten Impfgipfel erfahren durften, wird der jetzige Lockdown wohl noch bis zum Sommer andauern. Manche meinen gar, bis zum Jahresende. Eine Verschärfung ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Auch das Versprechen, es werde keine Impfpflicht geben, darf zunehmend kritischer beäugt werden, hört man sich die Aussagen einiger Politiker in Deutschland und dem EU-Moloch an.

Aber wie lange soll all das noch so laufen? Wie lange sollen wir all die Kollateralschäden noch ertragen und das Leben einschränken? Gewiss, jedes Menschenleben ist es wert, geschützt zu werden. Das bedeutet aber nicht nur, dafür zu sorgen, dass weniger Menschen an Covid-19 sterben. Auch die Lebensqualität ist von großer Bedeutung. Deswegen reicht es nicht mehr aus, sich von einem Fehler zum nächsten zu hangeln. Es genügt nicht, einen Lockdown an den nächsten zu hängen oder uns zu erzählen, nach dem „Durchimpfen“ werde alles besser; möglicherweise. Schon jetzt wird an allen Ecken und Ende relativiert. Schützt der Impfstoff tatsächlich so wie erwartet?

Was wir brauchen, ist eine tragfähige Exit-Strategie. Wir brauchen einen Plan B. Eine Strategie, wie wir aus dieser Spirale von schärfer werdenden Corona-Maßnahmen wieder rauskommen. Und da gibt es tatsächlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder, wir werden von vorne bis hinten belogen. Oder diese Regierung ist schlicht unfähig, eine solche Strategie zu erarbeiten. Was ist denn, wenn sich herausstellen sollte, dass der Impfstoff nicht die Wirkung hat, die die Herrschaften sich wünschen? Blicken wir dann auf weitere Jahre der zunehmenden Isolation? Was uns derzeit geboten wird, ist keine Lösung, sondern das Verwalten von Unfähigkeit; oder die dreiste Aufrechterhaltung einer großen Lüge.

Kommentar verfassen